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Pflegekosten § 33 EStG
Außergewöhnliche Belastung · Heimkosten · zumutbare Eigenbelastung · § 33b-Alternative
Übersicht
🏥 Pflegekosten als außergewöhnliche Belastung (§ 33 EStG) — vor allem für die ambulante Pflege zu Hause: Pflegedienst, Hilfsmittel, Fahrtkosten. Das Werkzeug zieht Erstattungen und die zumutbare Belastung ab, rechnet für den Pflegedienst die Steuerermäßigung nach § 35a EStG auf den Teil, der nicht als außergewöhnliche Belastung abgezogen wird, und vergleicht mit dem Behinderten-Pauschbetrag (§ 33b Abs. 3 EStG).
Heimunterbringung? Für Pflegeheim-Kosten gibt es ein eigenes Werkzeug: Heimkosten – § 33 und § 35a EStG. Es teilt die Heimrechnung auf (Pflege, Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten), rechnet die Haushaltsersparnis zeitanteilig, die Steuerermäßigung nach § 35a für Heimbewohner ohne Doppelbegünstigung und die günstigste Kombination.
Eckdaten
Summe der Einkünfte vor Sonderausgaben/agB
Pflegekosten (€/Jahr)

Die Pflegekasse und sonstige Erstattungen mindern auch die § 35a-fähigen Kosten (BMF-Schreiben vom 09.11.2016, Rz. 42). Das Pflegegeld mindert nur die außergewöhnliche Belastung; der Teil des Pflegedienstes, der deshalb nicht abgezogen wird, bleibt § 35a-fähig (Rz. 32, 42).

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Pflegeleistungen teilen sich den Höchstbetrag von 4.000 € (§ 35a Abs. 2 S. 1 EStG).

Wird der Haushalt aufgelöst, ist die Haushaltsersparnis mit dem Höchstbetrag nach § 33a Abs. 1 S. 1 EStG (= Grundfreibetrag) p. a. anzusetzen, bei einem Teil des Jahres anteilig mit 1/12 je Monat (R 33.3 Abs. 2 S. 2 und 3 EStR; H 33.1–33.4 EStH „Haushaltsersparnis“: BFH vom 15.04.2010, VI R 51/09, BStBl II 2010 S. 794, und vom 04.10.2017, VI R 22/16, BStBl II 2018 S. 179). Bei beibehaltener Wohnung: keine Kürzung (H 33.1–33.4 EStH).

Ergebnis
Abzugsfähig als außergewöhnliche Belastung
–
Bitte Gesamtbetrag der Einkünfte und Pflegekosten eingeben.
📜 Voraussetzungen für § 33 EStG bei Pflegekosten: Alternative für die gepflegte Person — Behinderten-Pauschbetrag (§ 33b Abs. 3 EStG): bei Pflegegrad 4 oder 5 (gilt als „hilflos“, § 65 Abs. 2 EStDV) 7.400 €, sonst nach GdB. Der Pflege-Pauschbetrag (§ 33b Abs. 6 EStG, 600–1.800 €) steht dagegen der pflegenden Person zu, die unentgeltlich pflegt. § 35a EStG für den Pflegedienst: Für Pflege- und Betreuungsleistungen ermäßigt sich die Einkommensteuer um 20 %, höchstens 4.000 € (§ 35a Abs. 2 S. 1 und 2 EStG), soweit die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt sind (§ 35a Abs. 5 S. 1 EStG). Für den Teil, der wegen der zumutbaren Belastung oder der Gegenrechnung von Pflegegeld nicht abgezogen wird, ist § 35a möglich; die zumutbare Belastung entfällt vorrangig auf die § 35a-fähigen Aufwendungen (BMF-Schreiben vom 09.11.2016, BStBl I S. 1213, Rz. 32). Pflegesachleistungen (§ 36 SGB XI) und der Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) sind anzurechnen, Pflegegeld (§ 37 SGB XI) nicht (Rz. 42); mit Behinderten-Pauschbetrag entfällt § 35a für die Pflege (Rz. 33). Weitere haushaltsnahe Dienstleistungen: Haushaltsnahe Dienstleistungen § 35a.