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AfA-Übernahme bei Schenkung / Erbe
§ 11d EStDV · R 7.3 EStR · BFH IX R 26/16
Übersicht
Übertragung & Vorbesitzer
§ 11d EStDV gilt nur unentgeltlich. Teilentgeltlich: Aufteilung.
Nur bei teilentgeltlich relevant. Entgelt und Verkehrswert beziehen sich auf das ganze Grundstück; der Gebäudeanteil wird unten abgezogen.
z.B. Übernahme Schulden / Gleichstellungsgeld
Bestimmt den Satz für den entgeltlichen Teil (§ 7 Abs. 4 S. 1 EStG)
Betriebsgebäude mit Bauantrag vor 01.04.1985: wie Wohnzwecke (Nr. 2)
§ 7 Abs. 4 S. 2 EStG: nur unter 33 / 50 / 40 Jahren
Daten des Rechtsvorgängers
§ 11d EStDV: der Erwerber setzt die Methode des Vorgängers fort
Nur bei degressiv (Satz vom Restwert) bzw. Staffel (aktueller Staffelsatz von der Bemessungsgrundlage)
Akkumulierte AfA-Summe des Rechtsvorgängers
Fortgeführte AfA beim Erwerber
0 € / Jahr
AfA-Bemessungsgrundlage
0 €
Restbuchwert
0 €
Restnutzungsdauer
0 Jahre
AfA-Methode
–
Rechtsgrundlagen

§ 11d Abs. 1 EStDV: Bei unentgeltlichem Erwerb (Erbschaft, Schenkung) führt der Erwerber die AfA des Rechtsvorgängers fort — gleiche Bemessungsgrundlage, gleicher AfA-Satz, gleicher Restwert.

R 7.3 Abs. 6 EStR: AfA des Rechtsvorgängers ist auf den Erwerber zu übertragen; eigene neue Bemessungsgrundlage entsteht nicht.

BFH IX R 26/16 (Urteil v. 03.05.2017): Bei teilentgeltlichem Erwerb erfolgt Aufteilung: entgeltlicher Teil → eigene neue AK des Erwerbers (eigene Geb-AfA neu); unentgeltlicher Teil → Fortführung nach § 11d EStDV.

Praxis: Bei Eltern→Kind-Übertragung mit Übernahme Restschuld wird der Verkehrswert mit dem Entgelt verglichen. Quote entgeltlich = Entgelt / Verkehrswert, beide bezogen auf das ganze Grundstück (Gebäude + Boden). Der entgeltliche Teil wird mit dem gesetzlichen Satz nach § 7 Abs. 4 EStG abgeschrieben (Fertigstellungsjahr bzw. Betriebsgebäude).